Episode 41: Planetary Hope as Not-Yet-Realism

Die Philosophin Patricia Reed über Hoffnung in Zeiten von Trumpismus und Klimakrise

Hoffen im Zeitalter der Polykrise – wie das gehen soll? Wir haben die Philosophin Patricia Reed gefragt. Begleitend zu unserer aktuellen Ausstellung Attitude Era präsentieren wir eine Audio-Dokumentation von Reeds Vortrag Planetary Hope as Not-Yet-Realism, den sie am 02.05.2026 auf dem donaufestival in Krems gehalten hat. Co-Host des Events war der Kunstraum Niederoesterreich. Ausgehend von dem Konzept des „Noch-nicht-Bewussten“ des Philosophen Ernst Bloch geht Reed in ihrem Vortrag der Frage nach, wie sich Hoffnung in Zeiten der Klimakrise und des weltweiten Erstarkens autoritärer Kräfte neu denken lässt. Dem fossilen Utopismus von MAGA und Co („Drill, baby, drill!“) hält sie das Modell eines hoffnungsvollen „Noch-nicht-Realismus“ entgegen, der daran festhält, dass eine andere Welt möglich ist, ohne planetarische Grenzen zu verleugnen.

 

Patricia Reed ist Theoretikerin, Künstlerin und Designerin und lebt in Berlin. Sie ist Leiterin des Critical Inquiry Lab (MA) an der Design Academy Eindhoven in den Niederlanden und Dozentin für Sound Practice Research an der Folkwang Universität der Künste in Deutschland. Demnächst wird sie ein Forschungsstipendium am Weibel Institut für digitale Kulturen in Wien antreten. Texte von Reed sind zuletzt u. a. in den Bänden Informatics of Domination, Pierre Huyghe: Liminal, Ceremony: Burial of an Undead World, Navigation beyond Vision sowie im e-flux Journal erschienen. Reed war Mitautorin des Xenofeministischen Manifests und Teil des Kollektivs Laboria Cuboniks. Das Manifest wurde bei Verso Books verlegt. Eine Sammlung ausgewählter Essays mit dem Titel Cosmovisiones de otro mundo ist 2025 bei Holobionte Ediciones (in spanischer Sprache) erschienen. Reeds Forschungsprojekt Figuring Planetary Space: Abandoning Man’s Measure wurde kürzlich mit Unterstützung der International Architecture Biennale Rotterdam im Rahmen des Biennale-Programms Agent of Change veröffentlicht.

 

Credits:

Moderation: Maximilian Steinborn

Schnitt: Simon Hilmar

Opener und Mastering: Alexander Wieser | Sonobelle Recordings

Bild: © Patricia Reed

 

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